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Ruth auf dem Feld des Boas
Nicolas Poussin, Der Sommer (Ruth und Boas), 1660–64
- Maler
- Nicolas Poussin
- Standort
- Musée du Louvre, Paris
- Bibelstelle
- Rut 2,10
- Veröffentlicht
- 5. Oktober 2026
- Abbildung
- Wikimedia Commons, gemeinfrei ↗

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Nicolas Poussin, Der Sommer (Ruth und Boas), 1660–64
Ein weites Feld mit reifem Korn unter einem schweren Sommerhimmel. Im Vordergrund kniet eine junge Frau vor dem Herrn des Feldes; um sie herum schneiden die Schnitter weiter, und am Rand treten Pferde das Korn aus.
Das Bild gehört zu den Vier Jahreszeiten, die Poussin zwischen 1660 und 1664 in Rom für den Herzog von Richelieu malte, seinen letzten vollendeten Werken. Jede Jahreszeit ist eine Szene aus dem Alten Testament: Der Frühling ist Adam und Eva, der Sommer Ruth und Boas, der Herbst die Kundschafter mit der großen Traube, der Winter die Sintflut.

Ruth ist auf die Knie gegangen: „Womit habe ich die Gnade gefunden vor deinen Augen, dass du mich ansiehst, die ich doch fremd bin?“ Boas antwortet mit offener Hand.

Am Feldrand drischt ein Gespann Pferde das Korn, wie auf einem antiken Relief.