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Also hat Gott die Welt geliebt
Lucas Cranach d. Ä., Gesetz und Gnade, 1529
- Maler
- Lucas Cranach d. Ä.
- Standort
- Schloss Friedenstein, Gotha
- Bibelstelle
- Johannes 1,29
- Veröffentlicht
- 4. Oktober 2026
- Abbildung
- Wikimedia Commons, gemeinfrei ↗

Bild 6 / 8
Lucas Cranach d. Ä., Gesetz und Gnade, 1529
Cranach malte diese Tafel 1529 in Wittenberg, in Luthers Nähe. Ein Baum, auf der einen Seite kahl und auf der anderen grün, teilt sie. Auf der Seite des Gesetzes treiben Tod und Teufel einen Menschen dem Feuer zu. Auf der Seite der Gnade weist Johannes der Täufer denselben Menschen auf den Gekreuzigten. Glauben heißt hier: dorthin sehen, wohin der Finger zeigt. Auch die Schlange an der Stange ist im Bild.
Das Thema wurde Ende der 1520er Jahre in Wittenberg entwickelt, im engen Austausch zwischen Cranach und Luther. Die sechs Textfelder am unteren Rand nennen die Bibelstellen zu jeder Szene, die meisten aus dem Römerbrief des Paulus. Cranachs Werkstatt wiederholte die Komposition viele Male, als Tafel und als Holzschnitt.

Johannes der Täufer wendet den nackten Menschen dem Kreuz zu und zeigt darauf. Es ist derselbe Mensch, der auf der anderen Seite des Baumes vor Tod und Teufel flieht.

Im Lager Israels steht die eherne Schlange an ihrer Stange. Ringsum liegen die Gebissenen.

Das Lamm Gottes steht auf Tod und Teufel, die besiegt am Boden liegen.